Ausschreibung BKP 244 Lüftungsanlagen: Bauarbeiten
Kurze Zusammenfassung zum Projekt:
Auf der Parzelle Nr. 7297 soll ein neues Pflegezentrum für die Wohnen und Pflege Peteracker AG erstellt werden. Das Projekt umfasst 56 Pflegezimmer mit den dazugehörigen Nebenräumen, die sich auf drei Etagen verteilen. Im Erdgeschoss befindet sich eine Abteilung speziell für demenzerkrankte Bewohner sowie ein öffentliches Restaurant und der Speisesaal für die Bewohner.
1. Ausgangslage
Vor dem Hintergrund der sich stetig vera¨ndernden, komplexen Anforderungen an ein modernes Alters- und Pflegeheim sowie an eine zukunftsgerichtete Altersversorgung, hat die Sozialbeho¨rde im Herbst 2017 das Pro- jekt «Vision Alter und Strategie Alters- und Pflegeheim Peteracker (APH)» initiiert. Inhaltliche Schwerpunkte waren einerseits die stationa¨re Pflege (Alters- und Pflegeheim Peteracker, APH), andererseits Dienstleistun- gen fu¨r Senioren ohne (stationa¨ren) Pflegebedarf. Das Projekt «Vision Alter und Strategie Alters- und Pflege- heim Peteracker (APH)» sollte nicht nur die aktuellen Anforderungen, sondern auch jene der Zukunft flexibel beru¨cksichtigen.
Am 13. Februar 2022 genehmigte die Stimmbevo¨lkerung der Gemeinde die Ausgliederung des Alters- und Pflegeheims Peteracker (APH) von der Politischen Gemeinde Rafz in eine gemeinnu¨tzige Aktiengesellschaft.
Das APH Peteracker bietet aktuell 42 Bewohnerinnen und Bewohnern Wohn- und Lebensraum mit einer qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten Betreuung und Pflege sowie eine Vielzahl weiterer Dienstleistungen und ist die einzige diesbezu¨gliche Institution in der Gemeinde Rafz. Die «Wohnen und Pflege Peteracker AG» ist Betreiberin des Alters- und Pflegeheims und hat die Parzellen von der Gemeinde im Baurecht u¨bernommen.
Das Areal Peteracker mit dem Alters- und Pflegeheim Peteracker (APH) liegt etwas ausserhalb des Dorfzent- rums der Gemeinde Rafz, zwischen der Landstrasse und der SBB- Bahnlinie. Unmittelbar gegenüber des Alters- und Pflegeheims Peteracker liegt das ehemalige Backsteinwerk der Zürcher Ziegeleien. Das Gebiet ist geprägt von einem ländlichen Charme.
2. Städtebau
Der Neubau fu¨gt sich als Teil eines weilerartigen Ensembles in die bestehende Anlage des Peterackers ein. Seine Setzung orientiert sich an der lockeren Anordnung der bestehenden Geba¨ude und sta¨rkt deren ra¨umlichen Zusammenhang. Die grosse Baumasse wird durch einen la¨ngsgerichteten Hauptbau und zwei seitliche Flu¨gel gegliedert. Dadurch erscheint das Geba¨ude als Zusammenspiel mehrerer kleinerer Bauko¨rper und entspricht dem Massstab des Ortes. Im Zentrum entsteht ein neuer, hofartiger Dorfplatz als identita¨tsstiftender Begegnungsraum. Sichtbezu¨ge zur offenen Landschaft und zu den Bestandsbauten bleiben erhalten.
3. Nutzungsverteilung
Das Erdgeschoss bildet den o¨ffentlichen Mittelpunkt des Hauses mit Eingang, Empfang, Restaurant und Speisesaal. Diese Ra¨ume sind flexibel nutzbar und ko¨nnen fu¨r Veranstaltungen zusammengeschaltet werden. Die Administration ist direkt an den Eingangsbereich angebunden. Ku¨che, Anlieferung und Logistik sind funktional organisiert und separat erschlossen. In den Obergeschossen befinden sich vier Wohngruppen mit insgesamt 44 Einzelzimmern. Jede Wohngruppe ist u¨bersichtlich organisiert und u¨ber Rundwege erschlossen. Eine spezialisierte Demenzwohngruppe fu¨r 13 Bewohner liegt geschu¨tzt im Hochparterre mit direktem Zugang zu einem eigenen Garten. Im Untergeschoss sind neben der Wa¨scherei auch die Lager- und Technikfla¨chen untergebracht. Zudem befindet sich hier die Tiefgarage mit 24 Parkpla¨tzen fu¨r die Mitarbeitenden des Pflegezentrums.
4. Umgebungsgestaltung
Der Landschaftsraum am Siedlungsrand im Rafzerfeld verbindet la¨ndliche Lebensqualita¨t mit einer kulturlandschaftlich gepra¨gten Umgebung. Das Freiraumkonzept greift die ortstypische, locker angeordnete Struktur auf und entwickelt das Areal als weilerartige Anlage mit einem zentralen Dorfplatz. Gru¨n- und Pflanzfla¨chen gliedern den Aussenraum, reduzieren die Versiegelung und vernetzen das Areal mit der umgebenden Landschaft. Ein differenziertes Wegesystem sowie die klare Trennung von Auto- und Fussga¨ngerverkehr sorgen fu¨r eine gute Erschliessung und Aufenthaltsqualita¨t. Erga¨nzend schaffen spezifische Bereiche wie eine Sonnenterrasse gegen Su¨den, ein geschu¨tzter Demenzgarten und vielfa¨ltige Bepflanzungen attraktive Aufenthaltsorte und fo¨rdern das Wohlbefinden der Bewohner.
5. Konstruktion
Die Tragkonstruktion des Geba¨udes wird aus Stahlbeton und Mauerwerk errichtet. Die erforder- liche Erdbebensicherheit wird durch durchgehende Erschliessungskerne in allen Geschossen, einzelne Betonscheiben in den Aussenwa¨nden sowie Geschossdecken aus Stahlbeton gewa¨hr- leistet. Die Aussenwa¨nde des Geba¨udes bestehen aus nichttragenden, ausgeda¨mmten und geschossu¨bergreifenden Holzelementen. Auf der Innenseite werden diese Elemente mit einer Installationsschicht versehen, wa¨hrend die Aussenseite mit einer hinterlu¨fteten Holzfassade verkleidet wird.
Landstrasse 94
8197 Rafz
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